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 Nachrichten | 20.04.09

Israel gedenkt der Schoah

JERUSALEM (inn) - Am heutigen Montagabend beginnt in Israel der Holocaust-Gedenktag (Jom HaSchoah). Viele der rund 240.000 Überlebenden der Judenverfolgung, die heute in Israel wohnen, sind bedürftig.

Laut einer Studie waren Ende 2008 etwa 7 Prozent der Schoah-Überlebenden im jüdischen Staat jünger als 70. 45 Prozent waren 80 Jahre oder älter. Im Jahr 2015 dürfte sich dieser Anteil auf 66 Prozent erhöhen, wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" berichtet. Dann wird es noch ungefähr 144.000 Überlebende geben, bis zum Jahr 2025 wird die Zahl auf 47.000 sinken.

 

Im Februar wurde das erste Zentrum für die Rechte von Holocaust-Überlebenden in Israel eingeweiht. Es soll für 2.200 Menschen eine monatliche Versorgung zur Verfügung stellen. Etwa 60.000 Überlebende gelten als bedürftig.

 

Am Dienstagmorgen ertönt traditionell im ganzen Land eine Sirene, die zwei Schweigeminuten im Gedenken an sechs Millionen ermordete Juden begleitet. Auch die Fernsehsender richten sich nach dem zentralen Thema dieses Tages. Entweder zeigen sie gar kein Programm, oder sie strahlen Sendungen aus, die sich mit der europäischen Judenvernichtung befassen. Der Jom HaSchoah, der immer auf den 27. Tag des jüdischen Monats Nissan fällt, endet am Dienstag mit Sonnenuntergang.


Von: E. Hausen





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