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 Nachrichten | 09.10.08

Iranisches Kind darf zur Behandlung nach Israel

JERUSALEM (inn) - Israel hat eingewilligt, einen an Hirnkrebs erkrankten Jungen aus dem Iran im Land zu behandeln. "Wenn das Leben eines Kindes auf dem Spiel steht, spielen Religion und Herkunft keine Rolle", begründete Innenminister Meir Schitrit die Entscheidung.

Der 12-Jährige sowie seine Eltern sollen am morgigen Freitag in Israel eintreffen. Der Junge war zuerst in Irans Hauptstadt Teheran operiert und später in ein Krankenhaus im türkischen Ankara gebracht worden. Wie die Tageszeitung "Jediot Aharonot" berichtet, habe es den Ärzten dort jedoch an Erfahrung und technischer Ausrüstung gemangelt. Sie hätten den Eltern vorgeschlagen, Hilfe in Israel zu suchen.

Da der Iran ein Feind Israels ist, ist iranischen Staatsbürgern die Einreise nach Israel nicht gestattet. Innenminister Schitrit erteilte jedoch in diesem Fall eine Sondererlaubnis und ließ die Angelegenheit vom Inlandsgeheimdienst Schin Beit prüfen. Dieser erteilte dem Jungen und seinen Eltern eine Aufenthaltsgenehmigung für vorerst zwei Wochen. "Wenn wir helfen können, sind wir mehr als bereit dazu", so Schitrit.


Von: D. Nowak





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