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 Kultur | 23.12.09

Der Chor des "Clare College" in Cambridge darf nicht im Westjordanland auftreten. (Foto: Clare College)

Britischer Chor darf nicht im Westjordanland auftreten

CAMBRIDGE / BETHLEHEM (inn) - Die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) hat einem britischen Chor verboten, im Osten Jerusalems und in Bethlehem aufzutreten. Bei dem pro-arabischen Chorleiter traf dies auf Unverständnis.

Als Grund für das Auftrittsverbot gab die PA die Zusammenarbeit des Chors aus Cambridge mit dem israelischen "Camerata Orchester" an. Zusammen wollten sie Das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach spielen, berichtet die britische Rundfunkanstalt "BBC".


Die britische Organisation "Palästinensische Solidaritäts-Kampagne" hatte eine Petition herausgegeben, um gegen den Auftritt des Chors vom "Clare College" zu protestieren. Den Sängern wurde schließlich gesagt, sie seien in Ost-Jerusalem und Bethlehem nicht willkommen. Die PA hatte zuvor den anglikanischen Bischof von Jerusalem, Suheil Salman Ibrahim Dawani, gebeten, die Einladung zurückzuziehen.


Der Chorleiter hatte sich über diese Entscheidung beklagt. Die britisch-palästinensische Organisation erklärte den Entschluss damit, dass es "überraschend und erschreckend" sei, dass der Chor sechs Konzerte in Israel geben wolle. Damit würde Israel als ein "normaler Staat" dargestellt, obwohl er die Palästinenser unterdrücke.


Von: A. Klotz





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