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 Außenpolitik | 23.01.12

Netanjahu erinnert an Wannseekonferenz

JERUSALEM (inn) - "Der Unterschied zwischen 1942 und 2012 ist, dass wir heute fähig sind, uns zu verteidigen und das mit Entschlossenheit." Dies äußerte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu in der sonntäglichen Kabinettssitzung. Damit erinnerte er an den 70. Jahrestag der Wannseekonferenz.

"Vor 70 Jahren waren die jüdischen Menschen hilfslos", sagte Netanjahu laut einer Mitteilung seines Büros. "Sie waren nicht fähig - weder politisch, noch militärisch, noch diplomatisch-, sich zu verteidigen und ein Drittel der Menschen wurde vernichtet. Der Unterschied zwischen 1942 und 2012 ist nicht, dass es keine Feinde mehr gibt. Der gleiche Wunsch, das jüdische Volk und den gewachsenen Staat zu zerstören, existiert und hat sich nicht geändert. Der Unterschied ist, dass wir heute fähig sind, uns zu verteidigen, und das mit Entschlossenheit. Das jüdische Volk und die israelische Regierung haben die Pflicht und das Recht, eine weitere Vernichtung der Juden oder einen Angriff auf ihren Staat zu verhindern."

Am Freitag gedachten in Berlin unter anderen deutsche und israelische Politiker des geschichtsträchtigen Treffens vor 70 Jahren. Der israelische Minister Jossi Peled (Likud) nahm an einer Veranstaltung mit dem deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff in der Gedenkstätte Haus der Wannsee-Konferenz teil. Die israelische Abgeordnete Lia Schemtov (Israel Beiteinu) gedachte des historischen Datums zusammen mit der deutschen Politikerin Rita Süssmuth während einer Veranstaltung in der Französischen Friedrichstadtkirche. Schirmherr war Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse.


Von: M. Schubert





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