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 Arabische Welt | 15.06.09

Foltervorwürfe nach Tod von Hamas-Mitglied in palästinensischer Haft

HEBRON (inn) - Ein Hamas-Anhänger ist am Montag in palästinensischem Gewahrsam in Hebron gestorben. Die Gruppierung beschuldigte daraufhin die Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), den Häftling gefoltert und getötet zu haben.

Eine Sicherheitsquelle sagte der palästinensischen Nachrichtenagentur "Ma´an", der 33-jährige Hajtham Amr sei am vergangenen Donnerstag verhaftet worden. Er habe einen Fluchtversuch unternommen, indem er aus dem zweiten Stock sprang. Bei dem Sturz sei er schwer verwundet worden. Er sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden und schließlich seinen Verletzungen erlegen.

 

Der Sprecher der Sicherheitskräfte, Adnan Dmeiri, teilte mit, dass ein Untersuchungsausschuss für den Vorfall eingesetzt worden sei. Niemand solle Behauptungen über die Todesursache verbreiten, bevor nicht die Gerichtsmedizin die Untersuchung der Leiche beendet und ihren Bericht abgeschlossen habe.

 

Doch aus der Hamas hieß es bereits unmittelbar nach Amrs Tod: "Der Häftling starb als Folge von brutaler Folter in der Haft des palästinensischen Geheimdienstes."

 

Der Palästinenser lebte in Dura bei Hebron. Er gehörte dem Verwaltungsrat der Islamischen Wohlfahrt an und war als Krankenpfleger tätig. Über den Anlass seiner Festnahme wurden keine Angaben gemacht.


Von: E. Hausen





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