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 Arabische Welt | 12.11.08

Der arabische Knesset-Abgeordnete Tibi meint, Arafat sei keines natürlichen Todes gestorben (Foto: Knesset)

Knesset-Abgeordneter: "Arafat zahlte mit Leben für seine Grundsätze"

RAMALLAH (inn) - Jasser Arafat sei vor vier Jahren gestorben, weil er an seinen Grundsätzen festgehalten habe. Diese Ansicht vertrat der israelisch-arabische Abgeordnete Ahmad Tibi am Dienstag bei einer Gedenkfeier für den früheren Palästinenserführer in Ramallah.

Arafat sei nicht bereit gewesen, auf seine nationalen Prinzipien und auf Jerusalem zu verzichten, sagte Tibi laut einem Bericht der Zeitung "Ma´ariv". Dafür habe der Palästinenserführer mit seinem Leben bezahlt.

 

Neffe: "Israel hat Arafat vergiftet"

 

Auch Arafats Neffe Nasser al-Kidwa äußerte erneut Zweifel an einer natürlichen Todesursache. "Jeden Tag gibt es Mitteilungen und Hinweise auf Arafats Beseitigung, und jeden Tag kommen wir der Vergiftungstheorie näher", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "In ein oder zwei Jahren werden die Natur des Giftes, das Jasser Arafat verabreicht wurde und die angewandte Prozedur bekannt sein. Auf jeden Fall ist Israel für seinen Tod verantwortlich. Es gab Vorbereitungen, um die politische Führung des palästinensischen Volkes loszuwerden."

 

Es gebe bislang keinen sicheren Beweis für die Vergiftung, fügte Al-Kidwa hinzu. Doch er sammle Informationen zu dem Thema.

 

An der Gedenkstunde in Ramallah nahmen mehr als 10.000 Menschen teil. Arafat war am 11. November 2004 nach längerer medizinischer Behandlung in einem französischen Militärkrankenhaus verstorben.


Von: E. Hausen



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