Sicherheit | 29.11.2016

Im Einsatz über Haifa: Ein Löschflugzeug der Griechischen Luftstreitkräfte

Im Einsatz über Haifa: Ein Löschflugzeug der Griechischen Luftstreitkräfte
Foto: Avi ben Zaken, Wikipedia

Bilanz nach Bränden: Tausende Hektar Wald zerstört

Nach den verheerenden Großbränden in Israel wird das Ausmaß der Schäden durch das Feuer bekannt. Mehr als 30.000 Hektar Wald und städtisches Gebiet wurden zerstört. Hunderte Häuser brannten nieder.

JERUSALEM (inn) – Der aktuelle, nun abgeschlossene Kampf gegen die Großbrände gehörte laut israelischen Medien zu den schwierigsten Operationen der israelischen Feuerwehr: Die Einsatzkräfte brachten zwar die starken Brände in Israel am Wochenende unter Kontrolle, die Flammen haben jedoch große Zerstörung hinterlassen.

Seit vergangener Woche sind mehr als 7.500 Hektar Wald in geschützten Gebieten verbrannt. Darunter sind auch 700 Hektar in Haifa, der am stärksten betroffenen Großstadt, berichtet die Onlinezeitung „Times of Israel“. Zudem wurden 2.700 Hektar städtisches Gebiet durch die Feuer zerstört, meldet die Tageszeitung „Jerusalem Post“. Insgesamt wurden rund 32.000 Hektar Naturwälder und Gebüsch zerstört, schreibt „Times of Israel“. Dies sind etwa 30 Prozent mehr als die betroffenen Gebiete beim Feuer im Karmel-Gebirge 2010. Damals kamen allerdings 42 Menschen ums Leben.

In neun Städten und Siedlungen kam es zu Feuern durch Brandstiftung. Dies könnte Terrorismus gewesen sein, gab die israelische Steuerbehörde am Dienstag bekannt. In diesem Fall gibt es staatliche Entschädigung für Betroffene. Auf der Liste stehen neben der stark betroffenen Stadt Haifa auch die Stadt Sichron Ja‘akov und die Siedlung Tal-El. Des Weiteren sind die Siedlung Nataf bei Jerusalem und die Siedlungen im Westjordanland Dolev, Gilon, Talmon, Nirit und Halamisch aufgelistet.

Hilfe aus der Türkei und dem Westjordanland

137 Menschen erlitten Brandverletzungen. Die Brände haben mindestens 700 Wohnhäuser beschädigt und 569 sind komplett heruntergebrannt, schätzt der Jüdische Nationalfonds. Eine Entschädigung von umgerechnet rund 615 Euro erhalten diejenigen, die nicht in ihre Häuser zurückkehren können, weil diese zerstört oder vorübergehend nicht bewohnbar sind, gab Finanzminister Mosche Kahlon bekannt.

Zwischen dem 18. und 26. November hatten es die Verantwortlichen laut einem Sprecher des Feuerwehr- und Rettungsdienstes mit 1.773 Bränden zu tun. Die Polizei vermutet, dass Dutzende der Feuer von Brandstiftern gelegt wurden.

Etwa 2.000 Feuerwehrleute kämpften gegen die Brände. Viele von ihnen hätten 24-Stunden-Schichten eingelegt. 450 Soldaten des Heimatfront-Kommandos waren im Einsatz. Zudem waren Helfer aus anderen Ländern im Einsatz, auch aus der Türkei, Jordanien und Ägypten. Die Palästinensische Autonomiebehörde sandte Feuerwehrteams. Insgesamt waren in Israel 325 Einsatzkräfte aus dem Ausland, davon 50 aus den USA sowie 69 zypriotische Feuerwehrleute.

Zum Löschen und Überwachen der Brände standen Israel nicht nur Helfer, sondern auch schweres Gerät anderer Länder zur Verfügung. 14 Flugzeuge der israelischen Feuerwehrstaffel und mindestens 19 zusätzliche Flugzeuge von zehn anderen Nationen führten 480 Einsätze aus. Darunter war das größte Löschflugzeug der Welt, das am Freitagabend aus den USA in Israel eintraf. Derzeit gibt es Diskussionen darüber, ob dessen Nutzung notwendig war. (mab)

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Goggle+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 900 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. . Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus
Anzeigen