Sicherheit | 24.11.2016

Die Sicherheitsmaßnahmen des Ben-Gurion-Flughafens in Tel Aviv dienen dem Brüsseler Flughafen als Vorbild

Die Sicherheitsmaßnahmen des Ben-Gurion-Flughafens in Tel Aviv dienen dem Brüsseler Flughafen als Vorbild
Foto: ProtoplasmaKid, Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0

Ben-Gurion-Flughafen Vorbild für Belgien

Der belgische Innenminister hat die Sicherheitsmaßnahmen des Ben-Gurion-Flughafens in Tel Aviv inspiziert. Zahlreiche Erkenntnisse hat Belgien in die verbesserte Sicherheit des Brüsseler Flughafens einfließen lassen, auf den im März ein Terroranschlag verübt wurde.

BRÜSSEL (inn) – Belgien hat die Sicherheit am Brüsseler Flughafen verbessert. Die Weiterentwicklung der Sicherheitsmaßnahmen war die Konsequenz aus dem Terroranschlag vom 22. März, bei dem islamistische Selbstmordattentäter in der Brüsseler Abflughalle 16 Menschen töteten und 150 Menschen verletzten. Bei den Neuerungen haben sich die Belgier am Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv orientiert, schreibt der Nachrichtendienst „Arutz Scheva“.

Der belgische Vize-Premier und Innenminister Jan Jambon war im Sommer nach Israel gereist, um die Sicherheitssysteme des Ben-Gurion-Flughafens in Tel Aviv zu inspizieren. Der Ben-Gurion-Flughafen gehört zu den am besten überwachten Flughäfen der Welt. Dort werden Autos an Checkpoints von schwer bewaffneten Sicherheitsbeamten gestoppt und kontrolliert. Kameras überprüfen die Kennzeichen. Verdächtige Personen werden beiseite gezogen und speziell durchsucht und befragt. Bis zum Terminal gibt es weitere unbemerkte Kameraüberprüfungen durch das Sicherheitspersonal.

Sicherheit: Immer da und doch nicht sichtbar

Den belgischen Innenminister hat vor allem die Unaufdringlichkeit der Maßnahmen überzeugt: „Sicherheitsmaßnahmen sind für den gesamten Aufenthalt am Flughafen da, aber nicht sichtbar.“ Die provisorischen Zelte zur Sicherheitsüberprüfung am Brüsseler Flughafen sind abgebaut. Speziell ausgebildete Polizisten stehen nun an den Eingängen und schauen nach verdächtigen Anzeichen bei Reisenden.

„Das ist keine Rasterfahndung, die auf Alter, Hautfarbe oder Geschlecht ausgerichtet ist, sondern das Verhalten der Menschen überprüft“, erklärt Jambon auf der europäischen Flughafen-Sicherheitskonferenz „ACI“. Gesichtserkennungsprogramme sind auch Teil des neuen Sicherheitspakets am Flughafen. Jetzt beträgt die Anzahl der Überwachungskameras 1.250. Darunter befinden sich auch Kameras, die automatisch die Kennzeichen der Autos scannen, die auf den Flughafen fahren. Auch sind die Flughafenmitarbeiter dazu angehalten, jede Auffälligkeit an die Polizei weiterzugeben. Die Sicherheitsmaßnahmen sollen auch in anderen beglischen Flughäfen zur Anwendung kommen. (mm)

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