Nachrichten | 14.11.2012

Im Willy-Brandt-Haus besprachen die SPD-Spitze und eine Delegation der Fatah ihre strategische Partnerschaft.

Im Willy-Brandt-Haus besprachen die SPD-Spitze und eine Delegation der Fatah ihre strategische Partnerschaft.
Foto: chris grabert / flickr | CC-BY-SA 2.0

Zentralrat der Juden: „SPD sollte sich schämen!“

BERLIN (inn) – Die strategische Partnerschaft zwischen SPD und Fatah stößt auf starke Kritik. Der Zentralrat der Juden hat eine Erklärung von Seiten der deutschen Partei gefordert. Auch die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) verurteilte die Kooperation. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel verteidigte die Kontakte.

„Die SPD macht sich gemein mit einer Terror-Organisation, die zu Hass und Hetze gegen Juden aufruft. Die Partei sollte sich schämen“, empörte sich der Zentralratsvorsitzende Dieter Graumann gegenüber der „Bild“-Zeitung. Er forderte eine Erklärung von SPD-Parteichef Gabriel und Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. „Ich hoffe, sie wissen überhaupt, mit was für einer Organisation sie es hier zu tun haben. So ist die SPD ganz sicher nicht regierungsfähig“, zitiert die Zeitung „Die Welt“ Graumann in ihrer Montagsausgabe.

Auch Reinhold Robbe, SPD-Politiker und Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, ist gegen eine Zusammenarbeit zwischen seiner Partei und der Fatah. Er sieht – im Gegensatz zur Äußerung der Parteivorsitzenden Andrea Nahles – keine Gemeinsamkeiten der beiden Parteien. Robbe verwies darauf, dass Teile der Fatah noch immer für Gewalt und terroristische Aktionen stünden. Die Erklärung der SPD stoße außerdem auf Irritationen bei jüdischen Mitbürgern. „Die Parteispitze sollte sich davon dringend distanzieren“, sagte er.

Parteichef Gabriel verteidigte die gemeinsame Erklärung von SPD und Fatah. Schon lange würden Gespräche mit der Organisation von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geführt. Gabriel machte deutlich, dass die Fatah das Existenzrecht Israel anerkannt habe und auch im Zusammenschluss der sozialdemokratischen Parteien Europas einen Beobachterstatus inne habe.

Vergangenen Donnerstag hatte sich eine Delegation der Fatah mit der SPD-Vorsitzenden Nahles zu Gesprächen getroffen. Eine abschließende Erklärung stellte die „gemeinsamen Werte und Ziele“ beider Parteien heraus (Israelnetz berichtete).

10 Kommentare

Toni | 20.11.2012 | 10:47

Es ist bald soweit:Auch in EU und Deutschland bildet sich ein Israel und dies ist Gut so.Die Frage:...werden die Muslimbrüder und Nazis es aushalten,oder geht es wie in ISRAEL ? Ich denke:ISRAEL ist überall und dies ist Gut so.Was die Anderen machen ist jedoch bedenklich ? Wobei es überall Gute Menschen gibt und leider auch Schlecht und die Schlechten und gierigen sind meine Große Sorge ! Toni

Udo Brose | 19.11.2012 | 15:49

Die Wählerschaft der muslimischen Deutschen tendiert zu GRÜN und DUNKELROT,dies wollen Gabriel und Steinbrück zu ihren Gusten ändern. Bald ist ja Bundestagswahl. Unwissend sind die beiden nicht, die wissen genau mit wem sie sich da einlassen. Ein weiterer Beweis, dass Deutschland islamistisch unterwandert ist.

Ulrich | 18.11.2012 | 10:09

Einmal mehr zeigen die Sozialisten ihr wahres antijüdisches Gesicht. Wenn Gabriel der Meinung ist, dass die Fatah Israel anerkannt habe, so beweisst dies nur, dass Gabriel sich mit dem Nahen Osten keineswegs gegnügend auseinander gesetzt hat. Die Fatah ist und bleibt eine Terror- Organisation, mit dem Ziel Israel zu vernichten. Da sind auch Lügen erlaubt.

Dieter | 17.11.2012 | 18:07

Er taucht eben immer wieder auf, dieser antijudaistische Unkraut-Geist u.macht diese SPD-Verantwortlichen blind fuer die wahren Zusammenhaenge. Vielleicht wollen sie aber auch gar nicht, im Zusammenhang mit Verdraengungs-Taktik, sehend werden!? - Klar ist dieses Verhalten eine Schande fuer unsere ganze Gesellschaft! - Vielleicht waere eine Nachhilfepflicht in punkto Islam/Judentum-Geschichte dringend zu empfehlen!!

Ute | 17.11.2012 | 15:22

Nächstes Jahr ist Wahl in Deutschland. Da möge doch jeder mündige Bürger genau überlegen, ob seine Wertvorstellungen mit denen der SPD und der Fatah kompatibel sind!

Gudrun F. | 14.11.2012 | 20:52

Ob die strategische Zusammenarbeit der SPD mit der Fatah für den Friedensprozess sinnvoll ist, mag man je nach Standpunkt unterschiedlich beurteilen.

Fakt ist jedoch, dass die Partei diese Entscheidung getroffen hat und also muss diese Entscheidung respektiert werden. Dass man darüber in Israel nicht erfreut ist, wird man sich auch bei der SPD vorstellen können. Sollte sich dieser Entschluss als falscher Weg herausstellen, so hat die SPD und ihre Politiker die negativen Konsequenzen ebenso zu tragen.

 

Nach den nächsten Bundestagswahlen werden die Pläne der SPD sicher auf den Prüfstand gestellt, je nachdem ob man dann in der Regierungsverantwortung ist oder nicht.

Stiller Beobachter | 14.11.2012 | 20:39

Die SPD scheint eine Partei mit sehr unklaren Zielen zu sein, ich habe den Eindruck, sie möchten " jedermanns Freund " sein.

Wenn Frau Nahles bekennt , "gemeinsame Werte und Ziele " mit der Fatah zu haben , muss ich meine Einschätzung der Partei revidieren.

Immerhin ist Frau Nahles Generalsekretärin der Partei.

Matthias Spilker | 14.11.2012 | 19:49

Ich war mal Mitglied in dieser Partei,es ist ein Trauerspiel was aus Ihr geworden ist.Ich schäme mich für diese sache als Deutscher und hoffe das sie nächstes Jahr nicht die Regierung stellt.Shalom Israel und G`ttes Segen Matthias.

Peter | 14.11.2012 | 19:15

SPD Pfui Teufel,schämt euch und stellt euch in die Ecke....

David | 14.11.2012 | 17:25

Es ist unvorstellbar, dass sich eine Partei, die sich urdemokratischen Werten verschrieben hat sich mit einer Organisation verbrüdert, deren Vertreter an öffentlichen Huldigungen von Selbstmordattentätern teilnehmen, die Straßen und Plätze im Westjordanland nach diesen Attentätern benennen und die terroristische Gewalt als Mittel der Politik in Teilen immer noch gut heißt!

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