Nachrichten | 29.09.2016

Auf dem Weg Richtung Gazastreifen: Frauen protestieren gegen die israelische Blockade

Auf dem Weg Richtung Gazastreifen: Frauen protestieren gegen die israelische Blockade
Foto: Women's Boat to Gaza

Israelische Seeleute planen Protest gegen Gaza-Flottille

Seit Dienstag ist eine weitere Flottille mit Gütern für den Gazastreifen unterwegs. Israelische Fischer und Bootbesitzer wollen dem entgegentreten und lenken die Aufmerksamkeit auf Syrien.

ASCHKELON (inn) – Eine Gruppe von israelischen Fischern und Bootsbesitzern sieht in der erneuten Warenlieferung für den Gazastreifen durch eine Flottille einen falschen Ansatz. Sie fordern die in Barcelona gestartete „Frauen-Flottille“ mit 22 Frauen an Bord von zwei Schiffen auf, Syrien anzusteuern. Dort sei der Bedarf an Gütern größer als im Gazastreifen.

Einer der Initiatoren des Protestes, Avi Farhan, kündigte an, dass die Seeleute der Flottille mit israelischen Flaggen entgegenkommen würden. Die Gruppe werde die Aktivisten dann auffordern, in den syrischen Hafen Latakia zu fahren. „Ich kenne viele Bootsbesitzer in Aschdod und Aschkelon“, sagte Farhan laut des Onlineportals „Arutz Scheva“. „Es gibt auch einige Fischer in Aschekelon, und jeder, mit dem ich gesprochen habe, unterstützt die Initiative.“

Farhan lebte vor der israelischen Räumung des Gazastreifens in dem Gebiet. „Ich habe Freunde in Gaza und ihnen fehlt es an nichts. Obwohl der Gazastreifen von der Hamas kontrolliert wird, erhalten sie alles, was sie brauchen – inklusive medizinischer Betreuung in israelischen Krankenhäusern.“

Flottille mit Politikerin

Die „Frauen-Flottille“ hat es sich nach eigenen Angaben zum Ziel gesetzt, die israelische Seeblockade vor dem Gazastreifen zu durchbrechen. An Bord befindet sich unter anderen die schwedische EU-Abgeordnete Malin Björk; sie gehört den Linken an. Zu den Waren zählen der Auskunft nach Proviant und Medizin.

Israel hält die Blockade aufrecht, um zu vermeiden, dass Waffen oder Terrormaterial in den Gazastreifen gelangt. Waren für den Gazastreifen können im Hafen von Aschkelon untersucht und dann auf dem Landweg in den Gazastreifen gebracht werden. Seit dem Versöhnungsabkommen zwischen Israel und der Türkei haben türkische Hilfsschiffe diesen Weg gewählt. (df)

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Goggle+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 900 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. . Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus
Anzeigen