Nachrichten | 04.09.2012

Von weitem sichtbar ist das Kloster von Latrun die markanteste Sehenswürdigkeit vor Ort.

Von weitem sichtbar ist das Kloster von Latrun die markanteste Sehenswürdigkeit vor Ort.
Foto: "Ori~" (Wikimedia) | CC-BY-SA 3.0

Graffiti: „Jesus ist ein Affe“

LATRUN (inn) – Unbekannte haben in der Nacht zum Dienstag das Kloster von Latrun in der Nähe Jerusalems geschändet. Sie beschmierten Mauern mit anti-christlichen Sprüchen und zündeten eine Tür an. Die Behörden vermuten extrem rechtsgerichtete Israelis als Täter.

„Jesus ist ein Affe“ lautet ein Spruch, der von außen an eine Wand des Klosters gesprayt wurde. Außerdem schmierten die Täter die Worte „gegenseitige Verantwortung“ und nannten dabei die nach israelischem Recht illegalen Siedlungen Migron und Maos Esther. Eine Tür zu dem Kloster wurde angezündet. Das Feuer wurde von Mönchen bemerkt, die die Polizei alarmierten. Verletzt wurde niemand.

Der Vorfall ereignete sich wenige Stunden nach der Zwangsräumung des Siedlungsaußenpostens von Migron, etwa 15 Kilometer nördlich von Jerusalem (Israelnetz berichtete). Behörden hatten die Evakuierung der 50 Familien angeordnet. Die Ermittler gehen davon aus, dass rechtsgerichtete Befürworter der Siedlung in Migron den Angriff auf das Kloster ausgeübt haben. Die Polizei von Jerusalem hat eine acht Personen starke Sondereinheit gebildet, um den Fall aufzuklären.

„Wir haben gleich gesagt, dass die Räumung von Migron den Zorn der Öffentlichkeit provozieren wird“, zitiert die Zeitung „Jerusalem Post“ den rechtsgerichteten Aktivisten Baruch Marsel. Er hoffe, dass Regierung und Gerichte in Zukunft Schritte unterließen, die zu einer Polarisierung des Landes und weiteren solchen Übergriffen führen könnten.

Schmuel Ben Ruby, Sprecher der Polizei von Jerusalem, erklärte, dass die Sicherheitskräfte nach der Siedlungsräumung in Migron mit „Vergeltungsaktionen“ gerechnet hätten.

Für das Kloster in Latrun war es der erste Angriff. Das derzeitige Hauptgebäude wurde 1890 erbaut, Touristenbesuche sind gestattet. Das Kloster war im 19. Jahrhundert ein beliebter Rastplatz für Pilger, die auf dem Weg von Jaffa nach Jerusalem unterwegs waren.

3 Kommentare

sorim | 15.09.2012 | 21:46

Keine Angst das Ende der Welt wurde schon so oft vorhergesehen und nie ist etwas passiert.

Das sind ganz normale Fanatiker die gab es schon vor tausenden vor Jahren.

Ellem | 15.09.2012 | 18:39

Nunja, ob es mit irgendeiner "Vorhersage" aus Bibel oder Tenach etwas auf sich hat sei mal dahingestellt. Zu jeder Zeit gab es in jedem Volk einen gewissen %-Satz an Idioten, die leicht gegen vermeintliche Feinde aufzuwiegeln waren.

Doch heutzutage befürchte ich eine zunehmende, reele Gefahr aus einer ganz bestimmten Richtung.

 

Man vergleiche dazu mal folgende bekannte Vorgänge:

 

1. irgendwer schreibt "Jesus ist ein Affe" an eine Klostermauer in Jerusalem. Und: Nichts passiert.

 

2. irgendjemand in den USA veröffentlicht auf Youtube einen drittklassigen Kurzfilm, in dem Mohammed verunglimpft wird. Und: weltweit kommt es zu gewalttätigen Protesten seitens radikalisierter Muslime gegen die sog. "ungläubigen" Amerikaner, auch gegen Deutsche (?), da Mohammed sakrosankt ist. Der Ausgang ist bisher offen (15.09.2012).

tomcat | 05.09.2012 | 12:05

Ich glaube, es ist das, was in der Bibel bzw. in eurem Tenach vorhergesagt wurde – dass in den letzten Tagen die Menschheit gegeneinander aufgewiegelt wird, dass einer gegen den anderen kämpft und den anderen verschmäht und lästert – das geschieht hauptsächlich, wenn nicht ganz und gar, aus der geistigen Welt. Da werden Juden gegen Christen und Moslems gegen Juden und gegen Christen aufgestachelt. Da kann man als Gläubiger nichts anderes tun, als sich immer wieder zu erinnern, woher das kommt und dass es bereits vorausgesagt wurde.

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