Nachrichten | 02.08.2012

In Yad Vashem haben Politiker und Überlebende der nationalsozialistischen Judenvernichtung in Polen gedacht.

In Yad Vashem haben Politiker und Überlebende der nationalsozialistischen Judenvernichtung in Polen gedacht.
Foto: Berthold Werner / Wikipedia | CC-BY-SA 3.0

Gedenken an Vernichtung der polnischen Juden

JERUSALEM (inn) – Die Existenz des Staates Israel ist die beste „Rache“ für die Verbrechen der Nazis an der Judenheit. Diese Ansicht äußerte der israelische Bildungsminister Gideon Sa‘ar am Dienstagabend bei einer Gedenkfeier für die Vernichtung der Juden in Polen vor 70 Jahren.

„Vor 70 Jahren gab es auf polnischem Boden die Hölle“, sagte Sa‘ar bei der Veranstaltung in der Jerusalemer Holocaustgedenkstätte Yad Vashem . „Es war eine von Menschen gemachte Hölle. Drei Generationen wurden innerhalb von etwas mehr als einem Jahr vernichtet. Zwischen 10.000 und 20.000 Juden wurden an einem Tag ermordet.“ An der Gedenkstunde nahmen auch der stellvertretende polnische Kulturminister Piotr Zuchowski und Überlebende der Schoah teil, wie die Tageszeitung „Ma‘ariv“ berichtet.

Sa‘ar verwies auf die „Wannseekonferenz“, mit der das Jahr 1942 begonnen hatte. Darin habe Nazideutschland das „satanische Programm“ festgelegt. „In diesem Rahmen, vor 70 Jahren, begannen die Nazis das, was sie ‚Aktion Reinhard‘ nannten – für die Vernichtung der Juden Polens. Innerhalb kurzer Zeit wurde eine vollständige jüdische Zivilisation vom Erdboden ausgelöscht.“

Weiter sagte der israelische Minister: „Wenige Jahre, nachdem jener gut geölte und geplante Vernichtungsapparat versucht hatte, unser Volk von der Erde zu tilgen, entstand der Staat Israel. Aus historischer Sicht einen Augenblick nach der Hölle der Gaskammern und Krematorien begann eine mächtige Wendung in der Geschichte unseres Volkes. Das Volk Israel kehrte in sein Land zurück, erneuerte seine Kraft und seine Souveränität. Es gibt keine größere Rache gegen jene Todeskünstler als diese.“

Sa‘ar hatte die Gedenkfeier in Yad Vashem initiiert.

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