Nachrichten | 23.11.2012

In Peking traf der chinesische Außenminister Jiechi den palästinensischen Botschafter Al-Salhin.

In Peking traf der chinesische Außenminister Jiechi den palästinensischen Botschafter Al-Salhin.
Foto: Augapfel / flickr | CC-BY 2.0

China stellt sich auf Seite der Palästinenser

PEKING (inn) – China steht hinter den Palästinensern. Bei einem Treffen mit dem palästinensischen Botschafter Bassam al-Salhi in Peking am Freitag befürwortete der chinesische Außenminister Yang Jiechi die Bildung eines palästinensischen Staates.

„China unterstützt den Eintritt der Palästinenser in die Vereinten Nationen und in andere internationale Organisationen und versteht, respektiert und befürwortet den palästinensischen Antrag auf einen Beobachterstatus bei den UN“, zitiert die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“ Jiechi unter Berufung auf die chinesische Nachrichtenagentur „Xinhua“.

Zusätzlich werde China den Palästinensern umgerechnet etwa 775.000 Euro an Hilfsleistungen zukommen lassen, sagte der palästinensische Botschafter Al-Salhi nach dem Treffen mit Jiechi der Nachrichtenagentur „The Associated Press“ in Peking. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Times of Israel“. Er wünsche sich aber noch mehr Unterstützung. „Wir denken, China könnte eine größere Rolle in dem Bereich spielen, die Besatzung zu beenden und den Friedensprozess ausgeglichener zu gestalten.“ Er merkte an, dass den Israelis schon lange die Position der USA und deren Unterstützung zugute komme.

Die Sprecherin des chinesischen Außenministers, Hua Chunying, gab an, dieser habe die globale Gemeinschaft zu einem verstärkten Handeln im Friedensprozess in Nahost aufgefordert. Israel und Palästina müsse geholfen werden, ihre Gespräche wieder aufzunehmen, zitierte sie Jiechi.

Der chinesische Außenminister und der palästinensische Botschafter trafen sich am Freitag in Peking. Al-Salhi befindet sich auf einer dreitägigen Reise durch China, um die Spannungen im Gazastreifen zu besprechen.

China nimmt verstärkt eine diplomatische Rolle im Nahen Osten ein. Erst kürzlich stellte das Land einen „Vier-Punkte-Plan“ für eine politische Lösung im Syrien-Konflikt vor. Außerdem habe der chinesische Außenminister Israel und Gaza wiederholt zu Friedensverhandlungen aufgefordert, berichtet „Ma‘an“.

Zwischen den Palästinensern und China bestanden in der Vergangenheit enge Beziehungen. Nach Angaben der „Times of Israel“ arbeite das Land seit einigen Jahren aber verstärkt mit Israel zusammen, besonders im Bereich der Verteidigung.

1 Kommentar

Karl | 24.11.2012 | 08:09

Mal wieder die Doppelmoral wie bei Erdogan und Kurden/Zypern.Was ist mit Tibet und den Uiguren?China hätte den Gaza Streifen doch schon längst ausgebombt und danach Chinesen angesiedelt wie sie es in Tibet und bei den Uiguren udn allen anderen machen.Und warum geben sie Taiwan nicht ab?

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