Kultur | 08.10.2012

Die israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev auf der Leipziger Buchmesse 2012

Die israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev auf der Leipziger Buchmesse 2012
Foto: Das blaue Sofa / flickr | CC-BY 2.0

Zeruya Shalev erhält „Welt“-Literaturpreis 2012

BERLIN (inn) – Die israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev erhält den diesjährigen Literaturpreis der Zeitung „Die Welt“. Shalev wird für ihr literarisches Gesamtwerk ausgezeichnet.

„Die Prosa von Zeruya Shalev zeichnet sich aus durch große sprachliche Magie, die mit der Atemlosigkeit eines wahren Erzählgewitters auf den Leser heruntergeht“, heißt es in der Begründung der Jury nach Angaben von „Welt online“.

Die Autorin ist in Israel sehr erfolgreich. Ihre Hauptwerke sind „Liebesleben“, „Mann und Frau“, „Späte Familie“ und „Für den Rest des Lebens“, das sie im Mai 2012 veröffentlichte (Israelnetz berichtete). In Deutschland wurde sie durch „Liebesleben“ bekannt, das im Jahr 2000 erschien. Shalevs Bücher sind biografisch geprägt und erzählen von schwierigen Familiengeschichten, dem Aufwachsen im Kibbutz und Menschenrechten in Israel.

Die Schriftstellerin wurde 1959 in der Nähe des Sees Genezareth geboren und wuchs in dem Dorf Beit Berl auf. Sie studierte Bibelwissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem und arbeitete anschließend als Verlagslektorin und freie Schriftstellerin. Jetzt lebt sie mit ihrer Familie in Jerusalem. Shalev ist eine Cousine des Schriftstellers Meir Shalev, der durch seine wöchentliche Kolumne in der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ bekannt ist.

Der Preis wird am 9. November im Rahmen eines Festakts im Berliner Axel-Springer-Haus verliehen. Shalev ist die vierzehnte „Welt“-Literaturpreisträgerin. Vor ihr erhielten unter anderen Albert Ostermeier (2011), Claude Lanzmann (2010), Amos Oz (2004), Daniel Kehlmann (2007) und Bernhard Schlink (1999) die Auszeichnung. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und erinnert an Willy Haas, der 1925 „Die literarische Welt“ gegründet hatte.

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