Kultur | 02.09.2016

Szene aus „The Most Beautiful Woman“

Szene aus „The Most Beautiful Woman“
Foto: Maja Safarti

Israelische Dokumentation gewinnt Studenten-Oscar

Prestige für Filmstudenten: Eine Dokumentation über die Nazi-Zeit, die an der Universität Tel Aviv entstand, gewinnt den Studenten-Oscar. Auch ein Filmstudent aus Köln, der sich als Palästinenser versteht, wurde ausgezeichnet.

LOS ANGELES (inn) – Der israelische Film „The Most Beautiful Woman“ („Die schönste Frau“) hat den Studenten-Oscar als beste ausländische Dokumentation gewonnen. Regisseurin Maja Sarfati von der Universität Tel Aviv ist damit eine von 17 Studenten, die die zuständige Film-Akademie ausgezeichnet hat.

Der Film erzählt die Geschichte einer Affäre zwischen der slowakischen Jüdin Helena und dem SS-Offizier Franz in dem Konzentrationslager Auschwitz. Im Gegenzug für sexuelle Gefälligkeiten schafft es Helena, ihr Leben und das ihrer Schwester Rosa zu retten, allerdings nicht das Leben ihrer beiden Nichten.

Unter den ausgezeichneten Filmemachern findet sich auch Ahmed Saleh, der in Saudi-Arabien zur Welt kam und sich als Palästinenser versteht. Er gewann mit dem Kurzfilm „Ayny“ in der Kategorie Bester ausländischer Animationsfilm. Er erzählt „eine Geschichte der Heimat seiner Eltern, basierend auf einer tragischen Begebenheit in der Stadt Nablus in den palästinensischen Autonomiegebieten, eine Geschichte über Heimat, über Landminen und Flucht“, wie die Kunsthochschule für Medien Köln mitteilt, wo Saleh sein Filmstudium abgeschlossen hat.

Mit der Auszeichnung nehmen Sarfati und Saleh auch am Wettbewerb für die Oscar-Nominierungen teil. Die Auszeichnung für den Studenten-Oscar findet am 22. September in Los Angeles statt. Dort verkündet die Akademie dann auch, ob die ausgezeichneten Filme die Gold-, Silber- oder Bronzemedaille erhalten. Da sowohl „The Most Beautiful Woman“ als auch „Ayny“ die jeweils einzigen Beiträge in ihrer Kategorie sind, steht schon jetzt fest, dass beide die Goldmedaille erhalten. (df)

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