Innenpolitik | 01.08.2012

Die Klippen in Israel sind gefährdet – hier Rosch HaNikra an der Grenze zum Libanon

Die Klippen in Israel sind gefährdet – hier Rosch HaNikra an der Grenze zum Libanon
Foto: Ester Inba / Wikipedia | gemeinfrei

Mehr Schutz für israelische Klippen

JERUSALEM (inn) – Durch Erosion verlieren die Steilküste in Israel jedes Jahr rund 40 bis 50 Zentimeter. Manche stehen kurz vor dem Zusammenbruch. Nun möchte der für sozioökonomische Fragen zuständige Ministerrat etwas dagegen unternehmen.

Am Dienstag haben die Minister die Gründung eines staatlichen Unternehmens genehmigt, teilte das Umweltministerium mit. Diese Gruppe, das sogenannte „Staatliche Unternehmen für den Schutz der Mittelmeersteilküsten, Ltd.“, werde Schutzmechanismen für die Küste entwickeln. Diese sollten den weiteren Einsturz der Klippen verringern oder verhindern. Zu den Maßnahmen gehören Wellenbrecher, die entlang der Küste aufgestellt werden. Darüber hinaus werde das Unternehmen mit der örtlichen Behörde in Kontakt treten, die verantwortlich für weitere Schutzmaßnahmen ist. Dies berichtet die Tageszeitung „Jerusalem Post“.

Kurz vor der Entscheidung des Kabinetts hatten der Generaldirektor der „Naturschutzgesellschaft in Israel“, Mosche Pakman, und der Leiter der Organisation „Leben und Umwelt“, Naor Jeruschalmi, einen Brief an den Ministerrat geschickt. „Der Zusammenbruch der Steilküste ist ein Problem, das im Laufe der Jahre ständig zunimmt“, schrieben sie und forderten die Minister zur Unterstützung auf. Über die Jahre hat der Zusammenbruch der Klippen rapide zugenommen, hauptsächlich, weil Uferpromenaden und anderen Bauwerke errichtet wurden. Das Umweltministerium wies darauf hin, wie wichtig die Entstehung dieser staatliche Gesellschaft sei, um die Lösung des Problems zu beschleunigen.

„Es ist notwendig, alle Kräfte zu bündeln und aus nationaler Sicht zu agieren“, sagte Umweltminister Gilad Erdan. Der mögliche Kollaps der Klippen könne Menschenleben gefährden und Schaden in Milliardenhöhe verursachen. Außerdem hieß es aus dem Ministerium, die Erosion könne möglicherweise touristischer Infrastruktur und historischen Stätten Schaden zufügen.

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