Innenpolitik | 23.08.2012

Siedlung mit Aussicht: In dem jüdischen Viertel Har Homa im Süden Ostjerusalems leben 13.000 Menschen.

Siedlung mit Aussicht: In dem jüdischen Viertel Har Homa im Süden Ostjerusalems leben 13.000 Menschen.
Foto: Tamara / Wikipedia | gemeinfrei

Einspruch gegen Siedlungsausbau

JERUSALEM (inn) – Sowohl die Europäische Union als auch die Vereinten Nationen haben Israel aufgefordert, die Erweiterung des Stadtteils Har Homa in Ostjerusalem zu stoppen. Zuvor hatte Israel die Ausschreibung für 130 neue Wohneinheiten veröffentlicht.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zeigte sich wegen der Folgen besorgt, die die Ausschreibung mit sich bringe. „Siedlungen sind gemäß internationalem Recht illegal und drohen, eine Zwei-Staaten-Lösung unmöglich zu machen“, heißt es in einer Stellungnahme vom 22. August. „Die EU hat die Regierung Israels wiederholt aufgefordert, alle Siedlungsaktivitäten im Westjordanland zu beenden, Ostjerusalem eingeschlossen.“

Am vergangenen Donnerstag hatte das israelische Wohnungsbauministerium die Ausschreibung für 130 neue Wohngebäude in Har Homa auf seiner Netzseite veröffentlicht. Insgesamt habe es in diesem Jahr 1.132 neue Ausschreibungen für das jüdische Viertel gegeben. Das berichtet die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ unter Berufung auf die Organisation „Peace Now“. Das Siedlungsgebiet steht seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 unter israelischer Kontrolle. Vergangenes Jahr zählte Har Homa 13.000 Einwohner.

Auch Jeffrey Feltman, seit Juni dieses Jahres Untersekretär für politische Angelegenheiten bei den UN, sieht die neue Ausschreibung kritisch. In einer Botschaft an den UN-Sicherheitsrat bedauerte er die fortwährende Siedlungsaktivität Israels. Feltmann unterstrich die Haltung des Nahost-Quartetts, dass der Siedlungsbau „das Ergebnis von Verhandlungen nicht vorbestimmen kann und von der internationalen Gemeinschaft nicht anerkannt wird“.

7 Kommentare

Matthias Spilker | 24.08.2012 | 21:26

G`TT spricht: geht in das Land, wo Milch und Honig fließt, denn ich will es euch geben!!!!! Dies gilt heute noch genauso bis ans Ende der Tage. Das wird die gottlose Welt aber nie verstehen, vergeben wir ihnen und G`tt wird Israel noch mehr segnen.

Ronald Hörstmann | 24.08.2012 | 20:53

Ralph Giordano: "Es erfüllt mich mit Zorn, wenn ich sehe, wie ungefährdete Deutsche, Europäer und die UN besser wissen wollen als die israelischen Sicherheitsorgane, wie die Bürgerinnen und Bürger Israels vor den arabischen Angriffen geschützt werden können." – Ich füge hinzu: und dann wollen sie den Siedlungsausbau stoppen? Lächerlich!

mklaus | 24.08.2012 | 19:47

Dieser Tage schauten die deutschen Polizisten, bis auf einen einzigen, im Gerichtsgebäude in Berlin tatenlos zu, als ein Spiegel-Reporter von gewalttätigen Türken bedroht und angegriffen wurde. Die Zeit ist nahe, dass in Berlin gewisse Türken nur noch den Zuzug von Islam-Anhängern erlauben und die Einführung des islamischen Rechts für Deutschland fordern. Wir sind dem Nazi-Terror, wenngleich unter einer anderen Flagge, wieder sehr nah!

Scherf Henriette | 24.08.2012 | 17:10

Ich füge zu meinem obigen Kommentar noch Folgendes hinzu auf den Kommentar von Wolf "da dies aber nicht das eigene Land, sondern geklautes Terrain, also unrechtmäßig besetztes Land ist"..... Man sollte sich zuerst informieren und dann reden. Israel gehört seit ca. 3000 Jahren dieses Land, dagegen haben die sogenannten "Palästinenser" (welche ein zusammengewürfeltes Volk sind) überhaupt keinen Anspruch. Die jetzt bestehende Teilung des Landes wurde ohnehin von irgendwelchen Organisationen bestimmt. Feaux de Lacroix hat vollkommen recht. Gott segne Israel!

Wolf | 24.08.2012 | 12:24

Israel hätte das Recht zu bauen, wenn es sein eigenes Land wäre.

Da dies aber nicht das eigene Land, sonder geklautes Terrain, also unrechtmäßig besetztes Land ist, hat Israel dort eben nicht das Recht, zu bauen, wie es will, außer in den verdrehten Köpfen mancher Israelis, welche der Meinung sind, Israel und die Israelis stehen über Allem und dürften sich somit auch über geltendes Recht anderer Menschen hinwegsetzen, da für die Israelis eh nur ihr eigenes Recht zählt.

Henriette Scherf | 23.08.2012 | 18:01

Israel hat das Recht, in seinem eigenen Land zu bauen, so viel es will.

Feaux de Lacroix | 23.08.2012 | 17:39

Israel darf und muss bauen. Das Land ist den Israelis von Gott zugeprochen worden. Welches anderes Land muss andere fragen, ob gebaut werden darf. Gott schützt Israel.

Schalom

Feaux de Lacroix

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