Innenpolitik | 12.10.2012

Im Kreise der über 100-Jährigen fühlte sich Staatspräsident Schimon Peres noch einmal jung.

Im Kreise der über 100-Jährigen fühlte sich Staatspräsident Schimon Peres noch einmal jung.
Foto: Mark Neyman / Israelisches Präsidialamt

89 Jahre jung

JERUSALEM (inn) – Der israelische Staatspräsident Schimon Peres hat am Donnerstag 100 Menschen über 100 empfangen und dabei die seltene Gelegenheit gehabt, sich noch einmal jung zu fühlen. Der 89-Jährige lobte seine Gäste für ihren Anteil an dem Staat, der Israel heute ist.

„Sie schauen vermutlich auf mich, als käme ich gerade aus dem Kindergarten“, sagte der Präsident laut der Zeitung „Jerusalem Post“ zu den Versammelten. „Aber ich schaue auf Sie als Menschen, die den Staat Israel in einen blühenden Garten verwandelt haben. Sie haben etwas aus dem Nichts heraus geschaffen.“ Der Besuch fand im Rahmen des Weltseniorentages am 1. Oktober statt, den das Ministerium auf den gesamten Monat erweitert hat, um die Bedeutsamkeit der vielen Holocaust -Überlebenden und Kriegsveteranen zu zeigen. Laut der nationalen Versicherung gibt es landesweit über 1.000 Bürger, die 100 Jahre oder älter sind.

Peres strahlte, während er die Hände all der alten Leute und ihrer Familienmitglieder schütteln durfte. Auch Zechariah Baraschi, mit 112 Jahren der älteste Mensch Israels, war anwesend. Von dreien der über 100-Jährigen wurden Videointerviews gezeigt, die vor der Veranstaltung gedreht worden waren.

„Wir waren ein kleines Land ohne Wasser, Öl und Gold, mit Sümpfen und Wüste und einem rauen Klima. Und aus alldem haben Sie einen Staat, eine Nation gebildet.“ Peres forderte die Senioren auf, ihren Nachkommen von den eigenen Erfahrungen zu erzählen, damit sie sich eines Tages auch in den Dienst des Staates stellen würden. Er lobte die alten Zuhörer sehr – 10.000 Jahre der Geschichte des Staates würden durch sie repräsentiert.

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