Gesellschaft | 03.11.2016

Mit einem Bekenntnis gegen Antisemitismus: Religiöse Führungspersönlichkeiten aus Israel in Auschwitz

Mit einem Bekenntnis gegen Antisemitismus: Religiöse Führungspersönlichkeiten aus Israel in Auschwitz
Foto: Israelisches Außenministerium

Auch ein Besuch in einer Warschauer Synagoge stand auf der Tagesordnung

Auch ein Besuch in einer Warschauer Synagoge stand auf der Tagesordnung
Foto: Israelisches Außenministerium

Religiöse Leiter aus Israel besuchen Auschwitz

Eine Delegation verschiedener Religionsgemeinschaften hat in dieser Woche Polen besucht. Bei der Reise ging es darum, jüdische Gemeinschaften in dem Land kennenzulernen. In Auschwitz verurteilten die Israelis Extremismus.

AUSCHWITZ (inn) – Dreißig Vertreter von jüdischen, christlichen, drusischen und muslimischen Religionsgemeinschaften in Israel haben am Mittwoch im Rahmen einer Polen-Reise das Konzentrationslager Auschwitz besucht. Dabei sprachen sie sich gegen den „Hass des anderen“ aus. Sie verurteilten Rassismus, Fanatismus und Extremismus, „inbesondere wenn dies im Namen der Religion verübt wird“.

Die Religionsleiter halten sich seit Sonntag in Polen auf. Ziel der Reise ist es, jüdische Gemeinschaften und die jüdische Geschichte in Polen kennenzulernen. Dazu besuchten sie unter anderem das jüdische Museum in Warschau, das im Oktober 2014 eröffnet wurde. Auch ein Treffen mit dem Krakauer Erzbischof Stanisław Dziwisz stand auf dem Plan.

Bereits am Sonntag betonte der polnische Oberrabbiner Michael Schudrich, jüdisches Leben in seinem Land sei eine „einzigartige Erfahrung“. Vor dem Holocaust sei Polen das Zentrum des aschkenasischen Judentums gewesen und habe zu den dynamischsten jüdischen Gemeinschaften gezählt. Polnische Juden müssten „die Vergangenheit bewahren, der Scho‘ah gedenken und die Zukunft gestalten“, sagte er laut der israelischen Onlinezeitung „Times of Israel“.

Hoffnung auf Frieden

Die stellvertretende israelische Botschafterin in Polen, Ruth Cohen-Dar, brachte ihre Hoffnung zum Ausdruck, der Besuch werde Frieden bringen. „Man sieht Muslime, Christen, Juden und Baha‘is zusammensitzen und diskutieren“, zitiert sie die Nachrichtenseite „Jewish Telegraph Agency“. Die Vertreter seien mit der Botschaft angereist, alles zu tun, um zukünftigen Generationen Respekt vor der Erinnerung, Toleranz und Kampf gegen Antisemitismus beizubringen.

Zu der Delegation gehören unter anderen der griechisch-orthodoxe Patriarch Theophilus III.; der Apostolische Administrator des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa; der armenisch-apostolische Patriarch von Jerusalem, Nurhan Manugian; der anglikanische Bischof von Jerusalem, Suheil Dawani; der drusische Scheich Muafak Tarif; mehrere Rabbiner sowie zwei sunnitische Imame aus Galiläa . (df)

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