Gesellschaft | 08.09.2016

Mediziner kümmern sich nach dem Angriff um den Getöteten

Mediziner kümmern sich nach dem Angriff um den Getöteten
Foto: MDA Spokesperson

Regionalpolitiker tötet Unternehmer

Tod am lichten Tag: In Nordisrael erschießt ein Lokalpolitiker einen Unternehmer mitten im Streit auf einem Parkplatz. Eine Sicherheitskamera hält die Szene fest. Zwei Tage später geht ein Haus in Flammen auf.

DSCHULIS (inn) – Der Vorsitzende des Regionalrats Dschulis in Nordisrael, Salman Amar, hat am Montag auf einem Parkplatz einen Mann erschossen. Dieser hatte ihn zuvor mit einer Stange angegriffen und auf dessen Auto eingeschlagen. Amar stellte sich nach dem Vorfall der Polizei und steht nun vor Gericht.

Eine Sicherheitskamera hatte den Vorfall in der von Drusen geprügen Stadt Dschulis aufgenommen: Der Angreifer, der 45-jährige Munir Lunabi, geht auf Amars Auto zu, der sich gerade hineinsetzt. Er schlägt auf das Auto ein. Der Rückweg ist durch Lunabis Fahrzeug versperrt. Ein Dritter will zu Hilfe eilen, doch da hatte Amar bereits seine Waffe gezückt und den Angreifer erschossen.

Richter: Keine Notwehr

Aufgrund der Kamerabilder kam der vorsitzende Richter bereits zu einer ersten Einschätzung. Seinen Worten zufolge hat Amar, anders als sein Anwalt es darlegte, nicht aus Notwehr gehandelt. So habe etwa keine Gefahr für das Leben bestanden.

Nach Informationen der Tageszeitung „Yediot Aharonot“ stritten sich Amar und Lunabi bereits vor zwei Wochen in Amars Büro. Die Angestellten mussten die beiden auseinanderbringen und vermitteln. Im Streit zwischen dem Unternehmer und dem Politiker ging es offenbar um Geldfragen.

Am Mittwoch brannte ein von Amar errichtets öffentliches Gebäude. Behörden gehen von einem Brandanschlag aus. Der richtete großen Schaden an. Das Gebäude war bislang Sitz der von Amar gegründeten „Amirim-Stiftung“. Sie ist benannt nach Amars 1996 gefallenem Bruder. Der Stiftung geht es um Bildung, Behindertenförderung und Umweltschutz. (df)

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