Gesellschaft | 29.11.2016

Die Intergration athiopischstämmiger Juden ist ein „nationales Ziel“, sagt Wohlfahrtsminister Katz

Die Intergration athiopischstämmiger Juden ist ein „nationales Ziel“, sagt Wohlfahrtsminister Katz
Foto: Johannes Gerloff

Äthiopischstämmige Juden benötigen weniger Sozialhilfe

Immer weniger aus Äthiopien stammende Juden sind auf staatliche Hilfe angewiesen. Das geht aus einer aktuellen Statistik hervor. Trotzdem ist die Zahl der äthiopischen Sozialhilfeempfänger im Vergleich zur Gesamtbevölkerung drei Mal so hoch.

JERUSALEM (inn) – In den vergangenen vier Jahren ist die Zahl der äthiopischstämmigen Juden, die von Sozialhilfe abhängig sind, um 39 Prozent gesunken. Das meldet das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“ unter Berufung auf Zahlen der israelischen Arbeitsagentur. Die Zahl ist allein im vergangenen Jahr um 13 Prozent gefallen. Das „nationale Ziel“ sei es, äthiopische Einwanderer in die israelische Gesellschaft zu integrieren, sagte Wohlfahrts- und Sozialminister Chaim Katz von der Likud -Partei.

Die Anzahl der Äthiopier, die finanzielle Hilfe vom Staat erhalten, ist laut der aktuellen Zahl noch drei Mal so hoch wie bei der Gesamtbevölkerung. Jedoch sei das Sinken ein ermutigender Trend, sagte Katz. Während im Januar 2013 noch knapp 4.000 äthiopischstämmige Personen staatliche Hilfe bezogen, waren es im September 2015 nur noch rund 2.400 Personen.

Auch ältere Äthiopier finden Arbeit

86.000 äthiopische Juden leben derzeit in Israel, davon seien 51.000 Personen zwischen 15 und 65 Jahren alt und damit beschäftigungsfähig. Immer mehr von ihnen fänden eine Arbeit. 43 Prozent der äthiopischstämmigen Juden, die im vergangenen Jahr einen Arbeitsplatz gefunden haben, waren 15- bis 44-Jährige. Knapp ein Viertel, 23 Prozent, waren zwischen 45 und 54 Jahren und rund ein Drittel (34 Prozent) derjenigen, die nun eine Arbeit haben, waren über 55 Jahre alt.

Im vergangenen Jahr habe das Wohlfahrtsministerium einen Plan für mehrere Jahre ins Leben gerufen, der äthiopischen Familien mit Sprach- und Eingewöhnungsschwierigkeiten helfen soll. Das Programm, für das das Ministerium umgerechnet 4,9 Millionen Euro ausgibt, zielt darauf ab, dass die Betroffenen Arbeitsplätze finden und gefährdete äthiopische Jugendliche Unterstützung erhalten. (mab)

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