Außenpolitik | 19.07.2012

Zum Anlass des Fastenmonats Ramadan grüßt Peres auf Arabisch und wünscht in einer Videobotschaft ein friedliches Jahr.

Zum Anlass des Fastenmonats Ramadan grüßt Peres auf Arabisch und wünscht in einer Videobotschaft ein friedliches Jahr.
Foto: Screenshot YouTube-Kanal Schimon Peres

Peres wünscht Muslimen friedlichen Ramadan

JERUSALEM (inn) – Mit den arabischen Worten „Salam aleikum“ grüßt Israels Staatspräsident Schimon Peres die Muslime weltweit zum Fastenmonat Ramadan in einer Videobotschaft. Am Mittwoch veröffentlichte er das Video im Namen des israelischen Volks in einer Pressekonferenz. Darin wünscht er allen ein Jahr voll „Salam“ (Friede).

„Ramadan ist ein Monat der Hingabe und Reflexion um des Friedens willen, die Zeit, in der Menschen für Wohlstand und Freiheit beten – besonders in diesen herausfordernden Zeiten“, sagt Peres in seiner Botschaft an die muslimische Welt. „Wie Muslime, teilen auch Juden und Christen die gleichen Werte – die Werte der Gerechtigkeit, des Mitgefühls und des Friedens.“ Es sei die Zeit, um sich gegenseitig die Hände für den Frieden auszustrecken. Zudem wünschte sich Peres in dem Video, dass es ein „friedliches Jahr für die Region und für die Menschen“ wird.

Das Video wurde während einer Pressekonferenz in Peres‘ Residenz in Jerusalem vorgestellt, berichtet die israelische Tageszeitung „Yediot Aharonot“. Mehr als 40 Reporter-Teams aus der arabischen Welt seien anwesend gewesen. „Dieses Jahr hat der Ramadan eine zusätzliche Bedeutung für alle, die ihn begehen. Die arabische Welt um uns verändert sich. Junge Menschen fordern ihre Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Wohlergehen. Die jüngere Generation will eine Veränderung.“ Dafür wünsche ihr Peres Erfolg, beim Schaffen einer besseren Gesellschaft, die offener und blühend ist. Mit den arabischen Worten „Ramadan Karim“ wünschte er den Muslimen einen großzügigen Fastenmonat.

Hintergrund

Der Fastenmonat Ramadan hat für die weltweit rund 1,3 Milliarden Muslime eine besondere Bedeutung. Fasten ist eine im Koran verankerte Pflicht und gilt neben dem Glaubensbekenntnis, täglichen Gebeten, dem Geben von Almosen und der Wallfahrt nach Mekka als einer der fünf Grundpfeiler des Islams. Im neunten Monat des islamischen Mondkalenders sollen Muslime von Tagesanbruch bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex verzichten. Nach dem Koran beginnt der Ramadan, wenn nach dem Neumond die Mondsichel wieder sichtbar wird – in diesem Jahr in den meisten Ländern am 20. Juli. Zum Ende des Monats feiern Muslime das Fest des Fastenbrechens.

1 Kommentar

Divara | 19.07.2012 | 19:40

Hoffentlich kriegt ein dehydrierter Abbas nicht wieder einen Schwächeanfall ;-)

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