Außenpolitik | 04.07.2012

Avigdor Lieberman hat als erster israelischer Minister die Republik San Marino besucht.

Avigdor Lieberman hat als erster israelischer Minister die Republik San Marino besucht.
Foto: Wikipedia, gemeinfrei

Lieberman besucht italienisches Erdbebengebiet

BOLOGNA (inn) – Israelische Unterstützung für Erdbebenopfer: Außenminister Avigdor Lieberman hat am Montag im norditalienischen Mirandola eine mobile Entbindungsklinik eingeweiht. Die Region war im Mai von einem Erdbeben erschüttert worden.

Die provisorische Klinik besteht aus vier beweglichen Gebäuden. Sie wurde vom israelischen Außenministerium und dem kanadischen Geschäftsmann Walter Arbib gestiftet. Auch die jüdische Organisation „Keren Hayesod“ hat einen Beitrag geleistet. Sie war bei der Zeremonie in der nordwestlich von Bologna gelegenen Ortschaft durch ihren Präsidenten Eliezer („Moody“) Sandberg vertreten, wie das Außenministerium mitteilte.

Lieberman bezeichnete die Einweihung als zusätzlichen Ausdruck der starken Beziehungen zwischen Israel und Italien sowie der echten Freundschaft, die zwischen den beiden Völkern bestehe. Italien habe Israel während des Großbrandes in der Karmelregion vor anderthalb Jahren geholfen. Israel wiederum habe Italien 2009 nach einem Erdbeben unterstützt. Diese ausgedehnte Zusammenarbeit zeige sich auch bei fröhlicheren Anlässen und auf vielen Gebieten.

Historischer Besuch in San Marino

Als erster israelischer Minister überhaupt besuchte Lieberman zudem den Kleinstaat San Marino. Er kam mit den beiden Staatsoberhäuptern zusammen, die als „Capitani Regenti“ bezeichnet und seit dem Jahr 1200 für jeweils sechs Monate gewählt werden. Ferner traf er Außenministerin Antonella Mularoni. In einer Zeremonie wurden ihm alle Mitglieder der Regierung vorgestellt.

Lieberman pflanzte einen Olivenbaum, der die starken Beziehungen zwischen Israel und San Marino symbolisieren soll. Die bilaterale Zusammenarbeit könne unter anderem in den Bereichen Wirtschaft und Technologie ausgeweitet werden, sagte er. Der Jüdische Nationalfonds wirkte bei der Zeremonie mit.

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