Außenpolitik | 12.09.2016

Lebensgefahr im Grünen: Tretmine im Grasboden (Symbolbild)

Lebensgefahr im Grünen: Tretmine im Grasboden (Symbolbild)
Foto: Reedhawk, Wikipedia

Kolumbianer lernen Landminenentschärfung in Israel

Eine Delegation aus Kolumbien ist derzeit in Israel, um die Entschärfung von Landminen zu lernen. Seit 1991 wurden 11.000 Kolumbianer durch solche Minen getötet.

JERUSALEM / BOGOTA (inn) – Kolumbianer lernen derzeit in Israel in Trainings der Armee, tödliche Landminen zu entschärfen. Die lateinamerikanische Delegation ist am Freitag angekommen, meldet das Nachrichtenportal „Arutz Scheva“.

Kolumbien hat vor drei Wochen mit den linken Farc-Rebellen ein Friedensabkommen ausgehandelt – nach mehr als 50 Jahren bewaffnetem Kampf. Mehr als 220.000 Menschen verloren durch den Konflikt in dieser Zeit das Leben. In den vergangenen 25 Jahren kamen mehr als 11.000 Kolumbianer durch Landminen um.

Der Grundstock für die aktuelle Zusammenarbeit von Israel und dem lateinamerikanischen Land wurde im Mai vergangenen Jahres gelegt, schreibt „Arutz Scheva“, als Israelis an einem Treffen in Bogotá teilnahmen. Bei dem Termin mit Vertretern der USA und Norwegen ging es um die besten Wege, dem Land im nördlichen Südamerika zu helfen.

Kampf gegen willkürliche Kriegswerkzeuge

US-Verteidigungsminister John Kerry bloggte damals: „Bei der derzeitigen Geschwindigkeit der Minenräumung werden Jahrzehnte vergehen, bevor das Land minenfrei ist.“ Dies sei nicht hinnehmbar. „Zur Hilfe Kolumbiens bringen wir globale Anstrengungen voran, um die Ressourcen und die technische Expertise zu erhöhen, damit wir den Kampf gegen diese willkürlichen Kriegswerkzeuge in den nächsten fünf Jahren gewinnen.“

Israel kann Kolumbien zudem bei weiteren Initiativen helfen, um die Geschichte des 50 Jahre währenden Kampfes hinter sich zu lassen. Beim Neustart der auf die Produktion von Kokain ausgelegten Farc-Landwirtschaft kann Israel die Bauern unterstützen, nun Nahrungspflanzen anzubauen. Ein offizieller Vertreter von Israel sagte laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“: „Israel und Kolumbien sind alte Freunde.“

Es ist nicht das erste Mal, dass Israel Kolumbien bei landwirtschaftlichen Fragen unterstützt. Dieses Jahr sollen in Israel gezüchtete Raubspinnmilben auf kolumbianischen Erntefeldern verteilt werden. Sie sollen als natürliche Pestizide helfen, den Schädlingsbefall einzudämmen. (mab)

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