Außenpolitik | 10.11.2016

Vor dem marokkanischen Parlament in der Hauptstadt Rabat gab es anti-israelische Proteste

Vor dem marokkanischen Parlament in der Hauptstadt Rabat gab es anti-israelische Proteste
Foto: Davide Cesare Veniani, Wikimedia Commons | CC BY-SA 3.0

Klimagipfel: Marokko-Protest gegen israelische Flagge

In der marokkanischen Hauptstadt Rabat hat eine Gruppe von Demonstranten eine israelische Flagge angezündet. Der Protest richtet sich gegen die israelische Teilnahme am UN-Klimagipfel in Marrakesch. Aber der marokkanische Außenminister sieht die Sachlage anders.

RABAT (inn) – Über 200 Menschen haben am Mittwoch vor dem Parlament der marokkanischen Hauptstadt Rabat gegen eine israelische Flagge demonstriert, wie die Online-Zeitung „Times of Israel“ berichtet. Am Montag hatte der Klimagipfel der Vereinten Nationen in Marrakesch begonnen. 196 Flaggen wurden am Veranstaltungsort gehisst, darunter auch die israelische Flagge. Daran entzündete sich der Zorn der Demonstranten.

Ein Demonstrant erklärte den Protest vor dem marokkanischen Parlament: „Die israelische Flagge zu hissen, bedeutet, das Land auch symbolisch anzuerkennen.“ Das sei inakzeptabel. Ein immer wieder gehörter Ausspruch der Demonstranten war: „Tod den Vereinigten Staaten von Amerika, Tod dem Lande Israel!“ Die Menschen verbrannten auch symbolisch eine israelische Flagge. Einige pro-palästinensische Gruppen unterstützten die Demonstration. Sie hatten bereits in den vergangenen Tagen die marokkanische Regierung aufgefordert, gegen die israelische Flagge vorzugehen.

Marokkanischer Außenminister widerspricht

Der marokkanische Außenminister Salaheddine Mezuar reagierte auf die Forderung: „UN-Konferenzen, die auf der ganzen Welt stattfinden, heißen alle Länder willkommen.“ Der Kampf gegen den Klimawandel erfordere die Mitarbeit aller Regierungen. „Marokko hat zwar Palästina beim UN-Beobachterstatus im Jahr 2012 unterstützt und ist der erste Partner, der für die palästinensische Sache eintritt.“ Die Demonstration in Rabat bezeichnete der Außenminister allerdings als „politische Ausbeutung“ der Klimagespräche, die bis zum 18. November andauern. (mm)

Sie können sich über Disqus, facebook, Twitter oder Goggle+ anmelden um zu kommentieren. Bitte geben Sie einen Namen, unter dem Ihr Kommentar veröffentlicht wird, und eine E-Mail-Adresse ein. Die E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Um Missbrauch zu vermeiden, werden wir Ihren Kommentar erst nach Prüfung auf unserer Seite freischalten. Wir behalten uns vor, nur sachliche und argumentativ wertvolle Kommentare online zu stellen. Bitte achten Sie auch darauf, dass wir Beiträge mit mehr als 900 Zeichen nicht veröffentlichen. Mit Abgabe des Kommentars erkennen Sie die Nutzungsbedingungen an.

Datenschutz
Die Technik der Kommentarfunktion "DISQUS" wird von einem externen Unternehmen, der Big Head Labs, Inc., San Francisco/USA., zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen, insbesondere darüber, ob und wie personenbezogene Daten erhoben und verarbeitet werden, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Moderation
Die Moderation der Kommentare liegt allein beim Christlichen Medienverbund KEP e.V. . Allgemein gilt: Kritische Kommentare und Diskussionen sind willkommen, Beschimpfungen / Beleidigungen hingegen werden entfernt. Wie wir moderieren, erklären wir in den Nutzungsbedingungen.

comments powered by Disqus
Anzeigen