Außenpolitik | 21.09.2016

Eine Woche lang haben Ärzte kostenlos Untersuchungen in der vietnamesischen Provinz Kon Tum durchgeführt

Eine Woche lang haben Ärzte kostenlos Untersuchungen in der vietnamesischen Provinz Kon Tum durchgeführt
Foto: Israel Embassy in Vietnam

Israel unterstützt arme Landbevölkerung in Vietnam

Auf eine israelische Initiative hin hat ein internationales Team Menschen in einer abgelegenen Bergregion in Vietnam geholfen. Außerdem sorgte die israelische Botschaft dafür, dass die Bewohner Zugang zu frischem Trinkwasser haben.

KON TUM (inn) – Israel hilft der armen Landbevölkerung in der vietnamesischen Provinz Kon Tum. Zusammen mit Vietnams führendem Gesundheitsdienstleister „Family Medical Practice“ hat die israelische Botschaft eine siebentägige medizinische Hilfsaktion durchgeführt.

Ein internationales Team, bestehend aus 120 medizinischen Helfern und Logistikpersonal, wurde in die zentrale Provinz Kon Tum entsendet. Diese liegt in der Region Zentrales Hochland. Die Menschen dort leben vor allem von der Landwirtschaft. Die Gegend gilt als eine der ärmsten des asiatischen Landes.

Die Helfer boten kostenlose medizinische Untersuchungen sowie Medikamente an. Sie verteilten Lebensmittel und Kleidung. Einem Krankenhaus in der Stadt Kong Plong wurde zudem ein modernes Ultraschallgerät zur Verfügung gestellt. Die israelische Botschaft organisierte ferner die Freilegung von zwei Trinkwasserquellen, wie das israelische Außenministerium berichtet.

Der Direktor des Gesundheitsamtes von Kon Tum, Đào Duy Khánh, zeigte sich dankbar für die Hilfe: „Wir sind berührt von der fürsorglichen Unterstützung des medizinischen Teams mit fleißigen Ärzten, die in unsere Region gekommen sind, um zu helfen.“ Die medizinische Versorgung in der Gegend sei sehr schlecht, betonte Đào Duy Khánh. Viele Menschen lebten abgeschieden. Sie müssten zum Teil drei oder mehr Stunden über unwegsames Gelände laufen, um medizinisch versorgt zu werden. Viele machten sich daher erst dann auf den Weg in ein Krankenhaus, wenn es ihnen extrem schlecht gehe oder sie befürchteten zu sterben.

Die Initiative für die Hilfsaktion ging von dem Israeli Rafi Kot aus. Er war vor rund 25 Jahren nach Vietnam gekommen, um für eine nichtstaatliche Organisation zu arbeiten. Später gründete er den mittlerweile im Land führenden Gesundheitsdienstleister „Family Medical Practice“. 1994 eröffnete dieser eine erste Klinik in Hanoi. Mittlerweile hat das Netzwerk Kliniken im ganzen Land. (dn)

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