Außenpolitik | 04.11.2016

Setzt sich als Präsidentin der „Europäischen Allianz für Israel" für einen fairen Umgang mit dem jüdischen Staat ein: Corina Eichenberger-Walther

Setzt sich als Präsidentin der „Europäischen Allianz für Israel" für einen fairen Umgang mit dem jüdischen Staat ein: Corina Eichenberger-Walther
Foto: Swiss Federal Assembly, Wikipedia

Europäische Allianz für Israel startet „Freundschaftskampagne“

Im Juni 2017 jährt sich der Sechs-Tage-Krieg zum 50. Mal. Die „European Alliance for Israel“ fürchtet, dass anti-israelische Organisationen dies zum Anlass nehmen, den jüdischen Staat als ungerechten Besatzer darzustellen. Die Vereinigung kündigt daher eine massive Gegenkampagne an.

TEL AVIV (inn) – Die „Europäische Allianz für Israel“ (EAI) hat anti-israelischen Organisationen für 2017 den Kampf angesagt. Durch Kampagnen und Aufklärungsarbeit will sie verhindern, dass Israel 50 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg als Apartheidstaat dasteht.

Auf einer Konferenz in Tel Aviv teilte EAI-Präsidentin Corina Eichenberger-Walther am Donnerstag mit, sie habe „vertrauensvolle Informationen darüber, dass seit Mitte vergangenen Jahres ein Netzwerk aufgebaut wird. Ein Netzwerk, das eine Kampagne in ganz Europa geplant und bereits mit dem Sammeln von Geldern dafür begonnen hat“.

Ziel dieses Netzwerkes sei es, Israel zum 50. Jahrestag des Sechs-Tage-Krieges zu verleumden, erklärte die Schweizer Politikerin laut der Tageszeitung „Jerusalem Post“. Während des Krieges 1967 hatte Israel den Osten Jerusalems und das Westjordanland von Jordanien, den Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel von Ägypten sowie die Golan-Höhen von Syrien erobert.

Israel werde beschuldigt werden, „Palästina seit 50 Jahren zu unterdrücken und gegen das internationale Recht besetzt zu halten“. Der jüdische Staat werde als „Apartheidstaat und ungerechte Nation“ verschrien werden, fügte Eichenberger-Walther hinzu.

Israels positive Errungenschaften hervorheben

Die EAI befürchtet, dass sich der anti-israelischen Kampagne auch Regierungen, Menschenrechtsgruppen und Kirchen anschließen. Die Aktion werde sich nicht nur auf Unterstützer der Bewegung „Boykott, Desinvestition, Sanktionen“ (BDS) beschränken. Die EAI will daher eine Gegenkampagne starten, eine „Freundschaftskampagne“ für Israel. Eigenen Angaben zufolge hat die „Europäische Allianz für Israel“ derzeit rund 30.000 Mitglieder in 23 Ländern.

Die Mitglieder würden sich in ihren Ländern für Israel einsetzen, teilte die Schweizer Politikerin mit. Unter anderem sollen sie Israels positive Errungenschaften hervorheben, vor allen in den Bereichen Forschung, Wissenschaft, Umweltschutz, Demokratie und Sicherheit. Während die Verleumdungskampagne darauf abzielen werde, Israel als „Unrechtsstaat“ darzustellen, sollten pro-israelische Abgeordnete deutlich machen, „dass Israel mit all seinen Schwächen und Fehlern ein demokratischer Staat mit einem frei gewählten Parlament und einem unabhängigen Justizwesen ist“.

Die EAI wurde im Mai 2015 gegründet. In ihr haben sich europäische Israel-Freundschaftsgesellschaften zusammengeschlossen. Die Allianz besteht vor allem aus nichtjüdischen Mitgliedern, die Solidarität mit Israel und den jüdischen Gemeinden in Europa zeigen wollen. Die EAI hat zudem die „Europäische Parlamentarische Allianz für Israel“ ins Leben gerufen. Diese vernetzt pro-israelische Abgeordnete in Europa. (dn)

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