Außenpolitik | 16.09.2016

Gemeinsam gegen Hass: Knesset-Sprecher Edelstein und Pedro Agramunt, der Präsident der Parlamentsversammlung des Europarates

Gemeinsam gegen Hass: Knesset -Sprecher Edelstein und Pedro Agramunt, der Präsident der Parlamentsversammlung des Europarates
Foto: Council of Europe/Candice Imbert

Edelstein: Integration unterbindet Terror

Israel ist bereit, seine Erfahrungen mit Einwanderern zu teilen. Das betonte Knesset-Sprecher Edelstein bei einem internationalen Treffen von Parlamentsvertretern in Straßburg.

STRASSBURG (inn) – Je mehr die Migranten integriert sind, umso weniger sind sie anfällig für Extremismus. Das hat der Knesset -Sprecher Juli Edelstein am Donnerstag bei der „Europäischen Konferenz der Parlamentspräsidenten“ in Straßburg betont. „Wir müssen in Erwägung ziehen, dass die meisten Migranten, wie in Israel, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben ankommen.“

Edelstein merkte an, er selbst sei vor 29 Jahren aus der Ukraine nach Israel gekommen. Er sei einer der letzten Dissidenten gewesen, die befreit wurden. „Heute spreche ich zu Ihnen als Sprecher eines Parlaments einer Nation von Einwanderern. Fast ein Drittel der Knesset -Abgeordneten wurde im Ausland geboren“, sagte der „Likud“-Politiker laut der Onlinezeitung „Times of Israel“.

Israel sei bereit, seine Erfahrung bei der Aufnahme der Einwanderer mit anderen Ländern zu teilen, erklärte der 58-Jährige weiter. Maßnahmen dafür seien Sprachschulungen, Wohnunterstützung, Kredite für Kleinunternehmen und Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche. Eine gute Gesetzgebung sei dafür notwendig. Wichtiger sei es aber, eine angemessene Atmosphäre zu schaffen, um Extremismus zu vermeiden.

Langwieriger Prozess

Die Integration sei eine langwierige Aufgabe: „In der israelischen Gesellschaft gibt es noch immer Spannungen zwischen Einwanderergruppen – und es kann Zeit, mitunter Jahrzehnte in Anspruch nehmen, für sie einen Platz in der Gesellschaft zu suchen.“ Doch trotz aller Herausforderungen sei die israelische Gesellschaft „stärker, vereinter und gesünder“.

Bei der zweitägigen Konferenz waren die 47 Länder vertreten, die zum Europäischen Rat zählen. Der Europäische Rat ist institutionell nicht verbunden mit der Europäischen Union. Neben den Mitgliedsländern waren Nachbar- und Partnerstaaten eingeladen. Insgesamt nahmen 350 Delegierte an der Konferenz teil. Zentrale Themen waren die Einwandererbewegung, die Förderung der Demokratie und der Einsatz gegen Hetze. (df)

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