Arabische Welt | 14.09.2016

Schafe werden häufig beim muslimischen Opferfest geschlachtet

Schafe werden häufig beim muslimischen Opferfest geschlachtet
Foto: Israelnetz/ Johannes Gerloff

Zahlreiche Verletzte bei Opferfest im Gazastreifen

Beim hohen islamischen Opferfest Eid al-Adha hat es am Montag zahlreiche Verletzte unter den Palästinensern im Gazastreifen gegeben. Häufig passierten die Vorfälle im Umfeld des traditionellen Schlachtrituals.

GAZA (inn) – Zahlreiche Palästinenser haben sich am Montag, dem ersten Tag des diesjährigen muslimischen Opferfestes Eid al-Adha, bei den Feierlichkeiten im Gazastreifen verletzt. Diese Angaben gehen auf das Gesundheitsministerium in Gaza zurück, berichtet die palästinensische Nachrichtenagentur „Ma‘an“.

Demnach haben sich 33 Palästinenser Schnittverletzungen an Fingern zugezogen, als sie Schafe für die traditionelle Opferzeremonie schlachteten. Zwei weitere Feiernde fielen von Schaukeln und zogen sich Prellungen zu. Alle Verletzten wurden ins Al-Schifa-Krankenhaus nach Gaza gebracht.

Fleisch in Stückzahlung

In der Grenzstadt Rafah griffen derweil Opferkälber mehr als 90 Palästinenser bei der Schlachtzeremonie an. Weitere Menschen wurden bei misslungenen Schlachtritualen verletzt. Dutzende weitere Verletzte sind laut des Gesundheitsministeriums in verschiedenen Regionen des Gazastreifens gemeldet worden.

Das Opferfest Eid al-Adha gehört zu den wichtigsten Feiertagen des muslimischen Kalenders. Es wird zum Höhepunkt des Hadsch gefeiert, der Wallfahrt nach Mekka. Traditionell findet die Tieropferung nach den Gebeten statt. Danach soll das Fleisch unter Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn und auch Armen geteilt werden. Dabei stellen die Feierlichkeiten für die ärmeren Familien im Gazastreifen, die dort laut „Ma‘an“ vor einem Jahr 72 Prozent der Haushalte ausmachten, eine große finanzielle Herausforderung dar. Deswegen wird bei Fleischpreisen von bis zu umgerechnet rund 450 Euro für das Tier vermehrt auf Ratenzahlung zurückgegriffen. (mm)

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