Arabische Welt | 16.10.2012

Im Gazastreifen ein Renner: Das neueste Smartphone des US-Technikriesen Apple.

Im Gazastreifen ein Renner: Das neueste Smartphone des US-Technikriesen Apple.
Foto: Apple Inc.

Verkaufsschlager im Gazastreifen: Das iPhone 5

GAZA (inn) – Das neue iPhone von Apple ist weltweit heiß begehrt – im Gazastreifen werden teils doppelt so hohe Preise wie in den USA für das Kulthandy bezahlt. In Israel hingegen beginnt der Verkauf erst im Dezember.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, ist das iPhone 5 seit einigen Wochen im Gazastreifen erhältlich. Das Mobiltelefon sei durch Schmuggeltunnel in das Gebiet gelangt und dort in diversen Geschäften erhältlich. Durch den langen Lieferweg über Zwischenhändler und Schmuggler liegen die Preise für das Gerät etwa doppelt so hoch wie in den USA. So kostet ein iPhone 5 mit einer Speicherkapazität von 16 Gigabyte umgerechnet 1.170 US-Dollar, 64 Gigabyte Speicher sind für 1.480 US-Dollar zu haben.

„Von meinen bestellten 30 Exemplaren habe ich bereits 20 verkauft“, teilt ein Händler gegenüber Reuters mit. „Wir können so viele bestellen, wie wir wollen.“ Allerdings würden viele Kunden mit dem Kauf noch warten, bis die Preise etwas sinken. Apple selbst hat keine Geschäfte oder offizielle Vertriebspartner im Gazastreifen.

Wie die israelische Zeitung „Ma‘ariv“ bereits in der vergangenen Woche berichtete, kennzeichnet die neue Kartensoftware des iPhone-Betriebssystems iOs 6 Jerusalem nicht als israelische Hauptstadt. Bei der eingebauten Weltzeituhr, in der Städte immer mit dem jeweiligen Staat dargestellt werden (also beispielsweise „Berlin, Deutschland“), wird Jerusalem ohne zugehörigen Staat gelistet.

Technik-begeisterte Israelis müssen, wenn sie keine Reise in den Gazastreifen auf sich nehmen wollen, bis zum offiziellen Verkaufsstart des iPhone 5 im Dezember warten, um das Mobiltelefon zu erhalten.

2 Kommentare

christianhk | 16.10.2012 | 17:03

Ich habe mal wieder den Eindruck, das die sogenannten "Palästinenser" das bei geringstem Arbeitsaufkommen reichste "Volk" in der arabischen Welt sind.

Und damit das auch schön so bleibt, zahlen die "westlichen" Staaten jeden Tag neu ihren Beitrag an eine arabische Diktatur, die sich die Vernichtung Israels und des Westens in die Charta geschrieben hat.

Tiqvah Bat Shalom | 16.10.2012 | 12:58

Eigentlich bin ich etwas besorgt, - schon wegen der Schiffe, die ja die humanitären Güter zu den Gazanern bringen wollen! Haben die humanen Paten sich erkundigt, wonach die Schützlinge hungern? Sicher wieder nicht, dennoch wollen die Friedensgeier sie schon wieder mit irgendwelchem Dosenfutter und einigen an die Krankenkassen zurückgegebenen Rollstühlen und abgelaufenen Medikamenten erfreuen…

 

Solches benötigen die ja doch nicht! Sie bekommen in der Woche viele hundert Lastwagen an Nahrung, Baumaterial und sonstigen Mitteln durch Israel! Was die Gazaner benötigen, sind also iPhone 5, Mac PC-s und vor allem viel Viagra!!!

 

Also, ich kann mich kaum beruhigen, dass diese humanitäre Sendung schon wieder eventuell nur Blutvergießen bringen wird, doch keine Erfüllung von tatsächlich humanitären frommen Wünschen ….

 

Was sollten die armen Gazaner also mit der mitgebrachten humanitären Hilfe anfangen, wenn diese weder iPhone 5, noch Mac, noch Viagra noch gar ein wenig Waffen beinhaltet… ????

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