Arabische Welt | 27.09.2016

Die Einladung an Abbas in die Knesset erinnert eine saudische Zeitung an die Zeit vor den israelisch-ägyptischen Friedensverhandlungen

Die Einladung an Abbas in die Knesset erinnert eine saudische Zeitung an die Zeit vor den israelisch-ägyptischen Friedensverhandlungen
Foto: Israelnetz/Johannes Gerloff

Saudis: Abbas soll Einladung in Knesset annehmen

Eine saudische Zeitung legt dem palästinensischen Präsidenten Abbas nahe, die Einladung in die Knesset anzunehmen. Diese hatte der israelische Premierminister Netanjahu während der UN-Vollversammlung ausgesprochen.

RIAD (inn) – Die saudische Zeitung „Saudi Gazette“ wertet die Einladung des israelischen Premierministers Benjamin Netanjahu an den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in die Knesset positiv. Die Worte Netanjahus auf der UN-Generalversammlung vergangene Woche hätten an den früheren Premierminister Menachem Begin erinnert, als er den ehemaligen ägyptischen Präsidenten Anwar Sadat eingeladen hatte. Diese Ansicht veröffentlichte die saudische Zeitung am Montag in ihrem Editorial.

Der Autor ist der Meinung: „Trotz aller Mängel wurde durch die Verhandlungen von „Camp David deutlich, dass Verhandlungen mit Israel möglich sind und dass durch anhaltende Bemühungen Fortschritte in Kommunikation und Kooperation erzielt werden könnten“. Die Verhandlungen führten schließlich zum Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten, der 1979 unterzeichnet wurde.

Ähnlich wie die Palästinenser umgehend die Einladung der Israelis abgelehnt hatten, sei die Reaktion auch damals, zwischen Ägyptern und Israelis, gewesen. Die Palästinenser sollten jedoch beachten, dass auch Ägypten und Israel zum damaligen Zeitpunkt Todfeinde waren, die bereits drei Kriege gegeneinander geführt hatten.

Trend in saudischen Medien

Die israelische Tageszeitung „Jerusalem Post“ sieht verstärkte Anzeichen, dass die saudische Presse israelfreundlicher berichtet. Dies könne als Ergebnis der jahrelangen „stillen Gespräche“ zwischen den beiden Ländern gelten.

Bereits vor einigen Wochen hatte die „Jerusalem Post“ Artikel aus saudischen Zeitungen zitiert, die dazu aufriefen, den „Hass gegen die Juden hinter sich zu lassen“ sowie „direkte Gespräche zwischen den beiden Staaten zu führen“, ohne einen dritten „Zwischenhändler“ einzubinden.

Die englischsprachige Tageszeitung „Saudi Gazette“ hat nach Angaben des weltweiten Dachverbandes der Zeitungsverbände, „World Association of Newspapers“, eine Auflage von 60.000 Exemplaren sowie eine weite Verbreitung im Internet. Die Autoren sind vorwiegend US-Amerikaner, vereinzelt auch Saudis sowie weitere Ausländer. (mh)

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