Arabische Welt | 23.10.2012

Mohammed Mursi ist wegen der Teilnahme an einem antisemitischen Gebet in der Kritik.

Mohammed Mursi ist wegen der Teilnahme an einem antisemitischen Gebet in der Kritik.
Foto: Forcalgeria, Wikipedia / Open Clip Art, Wikipedia / Montage: Israelnetz | CC-BY-SA 3.0 / CC0 1.0

Mursi: „Amen“ zu Gebet um Judenvernichtung

KAIRO / LOS ANGELES (inn) – Das Simon-Wiesenthal-Zentrum hat den ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi für dessen Teilnahme an einem antisemitischen Gebet kritisiert. Die Einrichtung forderte die US-Regierung dazu auf, den „wachsenden Chorus von Antisemitismus in Ägypten, angeführt von der Muslimbruderschaft“, zu verurteilen.

Mursi brauche eine „unmissverständliche Warnung seitens der USA, dass es kein Übergehen zur Tagesordnung gibt, solange das öffentliche Eintreten für mörderischen Hass auf Juden andauert“, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Erklärung des Zentrums mit Sitz in Los Angeles.

Der ägyptische Fernsehsender „Kanal 1“ hatte am vergangenen Freitag eine Predigt des Geistlichen Futuh Abd el-Nabi Mansur ausgestrahlt. Unter den Anwesenden war auch Präsident Mohammed Mursi. Er beteiligte sich an einem Gebet, in dem Mansur unter anderem um die Vernichtung der Juden und ihrer Unterstützer bat.

Der Gründer und Leiter des Wiesenthal-Zentrums, Rabbi Marvin Hier, erklärte, es sei ein „Schlag ins Gesicht für Amerika, dass der ägyptische Präsident Mursi Milliarden an US-Hilfe einsackt und Amen zu Grundsätzen sagt, die allen Amerikanern zuwider sind“. Hier erinnerte daran, dass Mursi jüngst vor den Vereinten Nationen mehr Schutz der Religionen verlangt habe. Offenbar dehne er diesen Schutz jedoch nicht auf das jüdische Volk und seinen Glauben aus, so der Rabbiner.

Ein Video mit Mursis Teilnahme an dem Gebet findet sich unter www.memritv.org/clip/en/3614.htm.

5 Kommentare

Brockmüller H. | 27.10.2012 | 19:07

Die Völker toben und stellen sich wieder Israel. Da bin ich doch froh an einen Gott zu glauben der die Geschicke dieser Welt lenkt und in der Hand hält. Jedes drohen gegen Israel ist ein Faustschlag in das sein Angesicht. Aber wir sollten tatsächlich übrelegen wohin wir unsere Gelder geben. So manche Rakete fliegt aus dem Gazastreifen weil wir ihn mitfinanziert haben. Gott wird eingreifen. Wie gut dass ich auf Gottes Seite bin. Ich bete für das Volk Israel, aber auch für die Feinde denn wenn ich auf deren Ende sehe, wird es ein böses Erwachen geben.

reinhard | 24.10.2012 | 21:47

Tun wir doch unser Bestes- segnen wir unsere Feinde und beten für die, die uns Christen oder dem jüdischen Volk fluchen. Unterschied zum Mursi Gebet - unser Gott ist der EINZIGE EWIGE GOTT! Damit erfüllen wir unseren Auftrag wie ihn Jesus uns aufgezeigt hat. Das ist der Weg Gottes zur Versöhnung zwischen Isaak und Ismael - wir werden noch staunen, dass ALLES an biblischer Prophezeihung in Erfüllung gehen wird, wie VIELES ja schon erfüllt ist!

Wolfgang Pelz | 24.10.2012 | 09:58

Wann begreift das arabische Volk, dass Isaak (Israel) und Ismael (Arabische Länder), Nachkommen des Urvaters ABRAHAM sind.

Sie sind Brüder (Geschwister). Die Thora bezeugt, daß sie sich eines Tages in die Arme fallen werden und erkennen, welchen mörderischen Kurs sie gefahren haben. Nach meiner Überzeugung wird es nur Elohim Adonai schaffen dies herbeizuführen...am Ende der Tage dieser kriminellen Welt.

Bozetto | 23.10.2012 | 19:37

Es kann einem wirklich die Sprache verschlagen, wenn man so etwas hoert. Vorstellen koennte man sich das nicht, wenn es nicht Auschwitz gegeben haette. Wenn man die Ereignisse in den arabischen Laendern verfolgt, dann bestätigt sich das Bibelwort aus den Mose-Buechern (ich will jetzt nicht die genaue Stelle nachschlagen): "Wer Israel verflucht, der ist verflucht und wer Israel segnet, der ist gesegnet!" - Dem ist nichts hinzuzufuegen.

Gudrun F. | 23.10.2012 | 16:29

Der Rabbiner und Leiter des Wiesenthal-Zentrums sollte sich nicht grämen: Gebete, in denen die Vernichtung der Juden und ihrer Unterstützer herbeigesehnt wird, stehen unter einem schlechten Stern. Es ist verständlich, dass Herr Hier die Amerikaner davon abhalten möchte, weitere Hilfszahlungen an Ägypten zu leisten. Von derartigen Gebeten und enthaltenen Vernichtungswünschen sind jedoch die Amerikaner weder zu beeinflussen noch zu beschämen. Nur Gott kann hier eingreifen und nur Er ist der richtige Ansprechpartner für unsere Gebete um Frieden und Schutz für Israel.

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