Arabische Welt | 19.08.2012
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon sei „bestürzt“ über die verbale Attacke des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gegen Israel. Ban verurteile die „kämpferischen und aufhetzenden Bemerkungen“ von Ahmadinedschad und des Obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chomeini, hieß es am Samstag in einer Mitteilung seines Sprechers.
Ahmadinedschad hatte Israel am Freitag in einer Rede an der Universität von Teheran als „ein Krebsgeschwür“ bezeichnet, das entfernt werden müsse, und dem jüdischen Staat abermals das Existenzrecht abgesprochen. Bei einer Massendemonstration versicherten Hunderttausende Iraner den Palästinensern ihre Solidarität.
Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton nannte die Äußerungen „empörend und abscheulich“. „Israels Existenzrecht darf nicht infrage gestellt werden“, hieß es in einer Stellungnahme aus Ashtons Büro am Samstag in Brüssel. Sie rief den Iran auf, eine konstruktive Rolle in der Region zu spielen. Seine Anführer sollten einen Beitrag dazu leisten, die Spannungen abzubauen und nicht, sie zu erhöhen.
Ban erinnerte daran, die UN-Charta verpflichte alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, sich der Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit eines anderen Landes zu enthalten. Wie die israelische Tageszeitung“ Jerusalem Post“ berichtet, haben auch die USA deutliche Kritik an den Drohungen aus dem Iran geübt. Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats sagte demnach: „Die gesamte internationale Gemeinschaft sollte diese hasserfüllte Rhetorik verurteilen.“
„Obama soll in der Knesset sprechen“
Derweil forderte der ehemalige Chef des israelischen Militärgeheimdienstes, Amos Jadlin, US-Präsident Barack Obama auf, in einer Rede im Parlament in Jerusalem das Nein Amerikas zu einem atomar bewaffneten Iran zu bekräftigen. „Der US-Präsident sollte Israel besuchen und der Führung sowie – noch wichtiger – dem Volk versichern, dass die Verhinderung eines atomaren Irans im Interesse der USA liegt, und dass er militärische Mittel einsetzten wird, wenn das notwendig werden sollte“, schrieb Jadlin in einem Gastbeitrag in der Zeitung „Washington Post“. Nur so könne Obama der israelischen Führung die Angst nehmen, dass sie nach einem Verzicht auf einen militärischen Alleingang später von den USA im Stich gelassen werde.
4 Kommentare
@ Wolf W.
Netanjahu hat aber ganz andere Motive als Ahmadinejad, dass sollten sie aber auch reflektieren. Während es Netanjahu darum geht, Atomreaktoren zu zerstören (nicht das Land und schon gar nicht Menschen) geht es Ahmadinejad darum, das Land Israel zu zerstören und er bedroht wiederholt die Existenz "Maghbar Israel!" (Tod Israels!) und andere Äußerungen... Israel bezeichnet nicht Länder als tödliche Krankheit, die ausgemerzt gehört...
Schauen Sie sich die Fakten genauer an.
www.israelnetz.com/sicherheit/detailansicht/aktuell/israels-dilemma-iran-angreifen-oder-nicht/
Hallo Wolf W.,
bevor Du andere aufforderst sich an den Kopf zu greifen, ist es wohl angebracht, dass Du es selber tust. Es ist doch wohl eindeutig so, dass der Iran Israel vernichten will und nicht umgekehrt. Israel hat niemals behauptet den Iran zu vernichten.
Den Kommentar vom 20.08.2012 | 12:22 finde ich unsachlich. Die mögliche Verteidigung Israels gegen seine Beschwörer zur absoluten Vernichtung kann wohl inhaltlich dem nicht gleichgestellt werden. Was allerdings wichtig wäre, dass Israel seinem Gott mehr als den eigenen Waffen vertrauen sollte. Diese wunderbare Erkenntnis ist leider noch nicht wieder da. Lasst uns für Israel um göttliche Erkenntnis beten, dass es der Macht Gottes wie zu Zeiten des alten Bundes wieder vertrauen möge.
Aber wenn Netanjahu und seine Wadenbeißer den Iran bedrohen und beschimpfen, ist das legitim??
Mensch, Leute, langt euch mal an den Kopf.
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